Zur Produktivität von Unsinn – Kunst, Pädagogik, Psychoanalyse

06.033, G1, G4
Karl-Josef Pazzini, Inst. 10
These: Die Produktivität von Unsinn sind Momente von Bildungsprozessen als eine Phase von erheblicher Lust, Unsicherheit und Angst. Das kann zur Aktivierung von Abwehrmechanismen und zu Widerstand führen, zur Anbetung vorhandener und beherrschbar erscheinender, sinnvoller Bilder. Bei der Bearbeitung werde ich mich der Unterstützung von Künstlern versichern: Roman Signer und com&com. Signer arbeitet mit und an Implosionen und Explosionen des Imaginären. com&com lassen den Unsinn eingeübter Erzählweisen erscheinen. – Warum über die Umwandlung von Sinn in Unsinn arbeiten? Oft wird als Ziel kunstpädagogischer Aktionen angegeben, es gehe darum, Sinn zu rekonstruieren und zu produzieren, vielleicht sogar den Sinn (nach Möglichkeit “sinnlich”). Dabei wird unterstellt, es habe einmal einen Sinn gegeben, der verloren gegangen sei oder noch nicht erkannt sei. In meiner Arbeit bin ich aber zu der Ãœberzeugung gelangt, daß viele Schüler, aber auch Studierende, mit einem Zuviel, einem festgefahrenen Sinn, kommen, und dieser manchmal Leiden und oft Dummheit verursacht. – Ohne Lockerung des Sinns durch Unsinn keine Bildung, sondern nur Einbildung. Vorgehensweise: Einführende Erzählung über die Arbeit Roman Signers, com&com, das Imaginäre, den Unsinn. Arbeit an Filmmaterial. Thema: Die Produktion von Unsinn ist schwierig. Nebenzweig: Die Bedeutung von Aggressivität, Kultivierung von Aggressivität, Kunstpädagogik und Aggressivität. Transfer der Thematik in Unterricht.

1 Kommentar zu “Zur Produktivität von Unsinn – Kunst, Pädagogik, Psychoanalyse

  1. Hallo Ralph!
    Bitte mehr! Wir warten!!
    LG; Daniel

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