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Visual Recording mit dem iPad

Beim EduCamp in Köln hatte ich erstmals das iPad genutzt, um mir ein paar Sketchnotes anzufertigen. Im Anschluss habe ich diese in einem Film zusammengefasst. Möglich war dies dank der App Brushes weil hier die Zeichnungen ohne weiteren Aufwand direkt als Film gesichert werden. Mit der “alten” Version konnten dise mit einem kostenlosen Viewer als .mov Datei gesichert werden.

Es gab eine Menge Anfragen wie man das iPad zum Erstellen visueller Notizen nutzen kann. Ich bin der Meinung, dass es weniger auf die App ankommt, wobei einige Features (Zoom, Ebenen, verschiedene Werkzeugspitzen) schon sehr hilfreich sind. Mittlerweile arbeite ich meistens mit Sketch Book Pro.

Der interessantere Aspekt ist die Frage wie man zu guten Visualisierungen kommt. Der Kommentar von Dennis Schäffer vom Bielefelder Moderationsverein zu “Visualisierung im digitalen Medium” hat mir noch einmal deutlich vor Augen geführt wie viele Personen von den Potenzialen des iPads bzw. anderer Tablets und den damit verbundenen Visualisierungsmöglichkeiten profitieren könnten.
Ich habe deshalb noch ein paar Videos zum Thema “Visualisieren mit dem iPad” zusammengesucht. Hierbei ist es erstmal egal ob es um Sketchnotes oder Visual Facilitating geht. Die Frage ist eher wie zentrale Aussagen eines Vortrags o.ä. visuell ausgedrückt werden können.

Mehr zu diesen und ähnlichen Themen, z.B. Literaturempfehlungen und weiterführende Links sammle ich auf der Seite Anker im Kopf.
Weiterlesen

Anleitungen für Sketchnotes

Text, Bilder und Struktur mehr braucht man für Sketchnotes nicht. Sketchnotes sind eine Alternative zu einfachen Mitschriften. Sie sollen helfen die behandelten Themen besser im Kopf verankern zu können, das erneute Betrachten der eigenen Aufzeichnungen interessanter zu gestalten und durch die Verknüpfung von Text, Bild und Struktur dazu beitragen sich besser erinnern zu können. In diesem Beitrag habe ich ein paar Links zu einfachen Sketchnote Anleitungen gesammelt.

Diese Grafik stammt von der Seite sketchofrenzy.com die in einfachen Schritten die Basics des visual Notetaking zusammenfast und als Einstieg für Leute, die (die glauben das sie) nicht malen können, absolut geeignet ist.

Das nebenstehende Bild ist dem Flickr Stream von Mike Rohde entnommen. Er ist so etwas wie der Inbegriff der Sketchnotes und hat einmal die wesentlichen Formen für gelungene Sketchnotes zusammengefasst.

Selbstverständlich gibt es auch bei Slideshare ein paar Präsentationen zum Thema Sketchnotes.
Mir haben
Why and How to Start Sketchnoting von Veronica Erb, Sketchnoting von Bryn Price und die Präsentation zum “Sketching workshop for Google London” von Sam Smith gut gefallen.

Auch bei Youtube gibt es eine Reihe von Videos die man unter den Begriffen Sketchnoting, Visual Notetaking u.ä. finden kann. Auch hier möchte ich wieder eins empfehlen.

Ich werde versuchen noch ein paar weitere Dinge zum Thema Sketchnoting, Visual Thinking, Graphic Recording und Visual Facilitation zu sammeln und auf der Seite Anker im Kopf sammeln.

Lernen im social Web – ein Seminarrückblick

Im vergangenen Semester habe ich an der Uni Hamburg das Seminar “Lernen im social Web” angeboten. Nachdem in meinen, Thematisch verwandten, Seminaren der letzten Semester selten mehr als 12 Teilnehmer zusammen kamen war ich doch ein wenig überrascht, dass sich in diesem Semester fast 80 Studierende anmeldeten und 34 von Ihnen auch tatsächlich teilnahmen. Dies bedeutet für mich zunächst die Arbeitsformen anzupassen und zu überlegen wie ein Leistungsnachweis erworben werden kann, ohne dass die Leistung nur von mir genossen werden kann.

Einstieg & Themen

Zum Einstieg in das Seminar habe ich die Studierenden Essays erstellen lassen. Hierdurch setzen sich die Studierenden bereits zu Beginn des Seminars mit dem Thema auseinander, haben Gelegenheit ihre eigene Position zum Thema zu reflektieren und entwickeln auf dieser Grundlage und den individuellen Vorkenntnissen eigene Fragestellungen die zur Bereicherung der Diskussionen im Seminar beitragen.

In diesem Zusammenhang haben wir gemeinsam Themen gesammelt mit denen sich die Teilnehmer im Seminar beschäftigen wollen und haben hieraus im Laufe des Seminars einen Ablaufplan entwickelt.

Methodisches

SeminarnotizenNeben den bereits erwähnten Essays habe ich n diesem Seminar zwei weitere Methoden zum Einsatz gebracht mit denen ich sehr zufrieden war. Zum Einen wurden für die einzelnen Seminarsitzungen kollaborative Protokolle erstellt. Diese Protokolle (Bei den Links unter Seminarnotizen zu finden) haben mit mit dem Etherpad-Klon typewith.me und dem Notebookcenter der Fakultät EPB erstellt. Dies war für die Studierenden und für mich extrem hilfreich. Für alle bestand so die Möglichkeit die Dinge festzuhalten die wichtig erschienen und ich hatte im Nachgang die Möglichkeit zu sehen welche Aspekte die Studierenden für so wichtig hielten dass sie in das Protokoll aufgenommen wurden oder welche Fragen zwischendurch entstanden sind. Teilweise wurden in den Protokollen auch Fragen geklärt, ohne den Veranstaltungsverlauf zu beeinträchtigen.Weiterlesen

Herausforderung Web 2.0 für Hochschulen

Die HRK-Kommission „Neue Medien und Wissenstransfer“ hat Handreichungen zum Web 2.0 erarbeitet. Diese Handreichungen liefern Hochschulen Anregungen für den Umgang mit dem Web 2.0, identifizieren Einsatzbeispiele und geben Einschätzungen wieder.

So steht es auf der Website der Hochschulrechtorenkonferenz. Dort lassen sich diese Handreichungen auch herunterladen (*.pdf 1mb). Was mich besonders gefreut hat ist, dass es ein paar konkrete Beispiele für den Einsatz von Web 2.0 im Hochschulkontext gibt und sich sogar eine meiner Konzeptionen dort wiederfindet.
Den Originalbeitrag gibt es hier.

Der Zusammenfassung ist zu entnehmen, dass Hochschulen sich hierbei nicht auf eine passive Position zurückziehen sollen…

Hochschulen sollten diese Entwicklung nicht nur wahrnehmen, sondern selbst aktiv werden. Insgesamt zeigt sich anhand der dargestellten Einsatzbeispiele, dass an den Hochschulen bereits jetzt ein erhebliches Kreativitätspotenzial besteht. Dies gilt für Forschung, Lehre und zentrale Einrichtungen, wo die Möglichkeiten des Web 2.0 zur Vernetzung, Partizipation und Kollaboration bereits heute vielfältige Mehrwerte entstehen lassen.

(( HRK-Handreichungen: Herausforderung Web2.0, Beiträge zur Hochschulpolitik 11/2010, S. 7 ))

Wie alles begann…

In der Sidebar des Seminarblogs zur Lehrveranstaltung „Web 2.0 und die Gesellschaft“ (WS 2010/11, AW 448, Techniksoziologie) an der Beuth Hochschule für Technik in Berlin von der Dozentin, Dr. Ilona Buchem bin ich auf folgenden Tweet von Tanja Jadin gestoßen.

In ihrem Tweet verweist Tanja Jadin auf eine Präsentation die sie erstellt hat. Diese kann auf der Plattform slideshare direkt angesehen, oder wie in diesem Fall in andere Seiten eingebunden werden. Praktischer Weise beschäftigen sich das Blog von Ilona Buchem, als auch die Präsentation von Tanja Jadin mit einem Thema das auch mich beschäftigt und in unserem Seminar elementarer Bestandteil ist.

3 Gründe für eLearning 2.0

Auf Grund des oben beschrieben Erlebnisses und ähnlicher Erfahrungen beschäftige ich mich seit längerem mit der Frage wie social Media zur Unterstützung von Bildungsprozessen genutzt werden kann.

  1. Das erste was mir gut daran gefällt ist, das die Inhalte in Blogs, bei Slideshare und den vielen weiteren Diensten so leicht zugänglich sind. Ich musste auch keine Suchmaschine bemühen um an diese Inhalte zu kommen.
  2. Ich habe stattdessen eine Anzahl von Menschen denen ich bei Twitter folge. Sie sind alle Mitglied in virtuellen Communities die mich interessieren, z.B. “eLearning 2.0”. Die Präsentation hätte, das behaupte ich einfach, früher oder später ihren Weg zu mir gefunden. Damit hätten wir schon den zweiten Grund der mir diese Art an Lernressourcen zu kommen sympathisch macht.
  3. Ebenfalls ein wichtiger Punkt ist für mich, dass ich diese Inhalte nicht nur rezipieren kann, sondern mit den Autoren und anderen Rezipienten in einen Austausch kommen kann, mich einbringen kann und ebenfalls auf einfache Art und Weise Inhalte bereitstellen kann.

Ich freue mich auf das kommende Semester, um dort mit Studierenden in Hamburg und Köln im Seminar “Lernen im social web” diese Aspekte und das Drumherum ein wenig unter die Lupe zu nehmen.

Artikel “Einsatzpotenziale von (Micro-)Blogging in der Weiterbildung” online verfügbar


Endlich ist es so weit. Mein Artikel “Einsatzpotenziale von (Micro-)Blogging in der Weiterbildung” steht komplett zum Download bereit. Eigentlich hätte der Artikel schon im Mai verfügbar sein sollen, aber leider gab es ein paar Verzögerungen. Auch an dieser Stelle sei noch einmal auf die Rezension des Artikels von Matthias Rohs hingewiesen.
Erschienen ist der Artikel in:

Roland Holten/Dieter Nittel (Hg.)
E-Learning in Hochschule und Weiterbildung. Einsatzchancen und Erfahrungen.
W. Bertelsmann Verlag, Bielefeld 2010
ISBN 978-3-7639-3342-6.

Wer die Literaturangaben für den Artikel direkt übernehmen möchte:

Appelt, R. (2010). Einsatzpotenziale von (Micro)Blogging in der Weiterbildung, In R. Holten & D. Nittel (Hrsg.), E-Learning in Hochschule und Weiterbildung: Einsatzchancen und Erfahrungen (S. 147-162). Reihe Erwachsenenbildung und lebensbegleitendes Lernen, Bielefeld: W. Bertelsmann Verlag

Download des Artikels

Individualisiertes Unterrichten mit Weblogs

In den vergangenen Tagen habe ich am LI-Hamburg am Workshop “Individualisiertes Unterrichten mit Weblogs” von Lisa Rosa (@lisarosa) teilgenommen. Der Workshop mit 18 Refrendarinnen und Referendaren lief über zwei Tage.

Erster Workshoptag

Der erste Tag begann selbstverständlich mit einer Vorstellungsrunde und bestand im weiteren Verlauf aus einem Besprechen der Erwartungen, welche teilweise schon vorab kommuniziert wurden, einer Erkundung von Lehrerblogs mit der Fragestellung warum Lehrer bloggen, einer allgemeinen Einführung in Weblogs und ersten praktischen Schritten.

Warum bloggen Lehrer?

Nach Begutachtung einiger Lehrerblogs durch die Workshopteilnehmer wurden (die vermuteten) Argumente gesammelt warum (diese) Lehrer bloggen. Dies waren im wesentlichen:

  • Austausch mit Kollegen (über lokale Grenzen hinweg)
  • Bereitstellung von Material für Kolleginnen und Kollegen
  • Weitergabe von Erfahrungen
  • Soziales Netzwerk
  • Online Arbeitszimmer
  • Frust von der Seele schreiben
  • Neue Ideen finden
  • Reflexion

Es zeigte sich jedoch, dass die meisten WorkshopteilnehmerInnen zunächst lieber ein Unterrichtsblog erstellen wollten als ein Blog welches primär die eigene Lehrtätigkeit thematisiert.

Zweiter Workshoptag

Der zweite Tag stand im Zeichen der Unterrichtsblogs. Es konnten bereits am ersten Workshoptag auch Unterrichtsblogs erkundet werden. Eines wurde während des Workshops genauer angeguckt werden. Zum Ende des Workshops sollte jede(r) wenn gewünscht mit einem funktionsfähigen Blog den Workshop verlassen.

Beispiel Unterrichtsblog

Die Teilnehmerin Saskia Lemenkühler hatte bereits vor dem Workshop ein Unterrichtsblog im Einsatz. Es handelt sich um das Blog Sprachspielerei zum Deutschunterricht einer siebten Klasse an einer Hamburger Gesamtschule. Es wahr sehr interessant sich nicht nur ein Unterrichtsblog anzusehen, sondern darüber hinaus auch Gründe für und gegen alle möglichen Dinge zu hören und auch von den Erfahrungen zu hören.
Ich habe mir folgende Dinge aus Saskias Schilderungen notiert und möchte sie hier gerne weitergeben:

  1. Neben dem Einsatz des Blogs für die Unterrichtsthemen ist auch der Erwerb weiterer Medienkompetenz ein Grund das Blog mit den Schülern zu benutzen.
  2. Bisher ist das Blog eine freiwillige Angelegenheit und bietet zusätzliches, unterrichtsbegleitendes Material.
  3. Problematisch stellt sich derzeitig noch die Verfügbarkeit von Internetzugängen innerhalb und außerhalb der Schule dar.
  4. Das Feedback ist bisher durchweg positiv. Dies spiegelt sich auch an der zahlreichen Kommentaren im Blog wieder.
  5. Saskia hat ein gestuftes Vorgehen für die Partizipation der Schüler im Blog gewählt. Bisher sind die ersten zwei Stufen umgesetzt. Die dritte Stufe soll folgen.

Planung eines Unterrichtsblogs

Es folgte eine Phase in der eigne Unterrichtsblogs geplant werden konnten, wenn dies nicht schon am Vortag geschehen ist. Lisa Rosa stellt in der Blogwerkstatt umfangreiches Material zur Verfügung welches bei der Planung eigener Blogs helfen kann. Besonders haben mir die Typen (Modelle) für den Einsatz von Blogs in Schule und Unterricht, die Checkliste zur Planung der Arbeit mit Blogs und die Entwurfskizze für einen Unterricht mit Blogs gefallen.

Workshopergebnisse

Ich möchte an dieser Stelle die Blogs verlinken, welche durch die Workshopteilnehmer erstellt wurden:

Unterrichtsblogs

Fach: Kunst
Frau H’s Blog
Fach: Englisch
Sprachwelt
Fach: Deutsch
Sprachspielerei
Fach: Chemie
Chemie ist ätzend
Chemie Kaut
Fach: Religion
Religionswerkstatt
Hamburg – Stadt der Religionen
Fach: Mathematik
Mathe – Ein Blog
Weitere:
Herr Poppinga – Der Schulblog Fächer: Geographie, Geschichte und PGW
Unser Viertel – unser Lebensraum

Mein Wortsalat (noch geschützt)
Triptogb’s Blog

Lehrerblogs

Klug’s Blog Fächer: Geographie, Geschichte und PGW
Didaktinchen’s Blog Fächer: Religion

Ich bin davon überzeugt das einige der o.g. Blogs auch mittel- und langfristig eine interessante Lektüre darstellen. Feedback von außen ist sicher auch in den Unterrichtsblogs erwünscht.

Fazit

Innerhalb von zweit Tagen Workshop sind einige Blogs im Lehrer- und Schulkontext entstanden. In der Feedbackrunde wurde mehrfach der Wunsch geäußert Unterrichtsblogs im Kontext von Unterrichtsentwürfen und didaktischen Konzepten zu betrachten wobei Erfolgsfaktoren und Probleme benannt werden sollten. Meines Erachtens ist dies immer nur im Gespräch mit Praktikern möglich die ihre Arbeit reflektieren und evaluieren. Eine Liste mit Punkten die erfüllt sein müssen um ein erfolgreiches Unterrichtsblog zu haben scheint mir genau so lose verkettet wie die Logik, dass eine gut ausgestattete Küche automatisch zu leckerem Essen und gutem Kochen führt. Wie ein Blog sinnvoll und didaktisch gewinnbringend in den Unterricht integriert werden kann muss eigentlich für jede Lerngruppe neu definiert werden. Insofern scheinen Patentrezepte (noch?) nicht greifbar zu sein. Wenn zunehmend Blogs zur Unterstützung des Unterrichts eingesetzt werden und die Erfahrungen der Lehrenden ausgetauscht werden könnte man allerdings versuchen so etwas wie Leitlinien zu entwickeln die Neulingen auf dem Gebiet zur Handlungsorientierung angeboten werden können.
Dank Jessica Peters habe ich am Abend nach dem letzten Workshoptag noch ein Video zu Blogs/Wikis im Schuleinsatz gefunden. Vielleicht ist das für Leute die bisher gelesen haben interessant…
Mir hat es viel Spaß gemacht mich mit den spezifischen Anforderungen der verschiedenen Referendarinnen und Referendare auseinander zu setzen und die unterschiedlichen Umsetzungsideen aufzunehmen. Zum Thema Blogs mal in die Teilnehmerrolle rutschen zu können war ebenso angenehm wie die Art in der Lisa Rosa mich in den Kurs eingebunden hat.

Weitere Photos aus dem Workshop

Alle Grafiken in voller Auflösungen habe ich bei flickr eingestellt.

Zweite Seminarsitzung zum Thema PLE

Wie erwartet gab es noch leichte Schwankungen in der Teilnehmerzusammensetzung. Einige Teilnehmer waren erkrankt, so dass nicht alle Visualisierungen der PLE’s gezeigt werden konnten. Neue Seminarteilnehmer waren bereit spontan zu erläutern wie sie ihre Lernumgebung wahrnehmen.
Bei den Präsentationen sind mir folgende Punkte aufgefallen:

  1. Die meisten Seminarteilnehmer haben in ihren PLE Visualisierungen einen starken Bezug zu Orten dokumentiert.
  2. Ein Großteil der Teilnehmer hat angegeben (auch) in öffentlichen Verkehrsmitteln oder anderweitig “mobil” zu lernen.
  3. Ca. jeweils die Hälfte der Teilnehmer hat angegeben am Schreibtisch oder in der Bibliothek bzw. eben nicht in der Bibliothek oder nicht am Schreibtisch zu lernen oder lernen zu können.
  4. Im vergleich zu den meisten PLE Visualisierungen die ich bisher kannte (z.B. hier) beinhalten die Visualisierungen digitale und analoge oder virtuelle und reale Elemente.

Besonders diesen Schnittstelle zwischen analog und digitalWeiterlesen

ePortfolio Tools

puzzle ((Bild Puzzles von DanonFire))
Im aktuellen Semester wird es eine Aufgabe der Teilnehmer meines Seminares sein ein ePortfolio zu erstellen.
Laut MOSEP Studie können ePortfolios sowohl das Lernen, als auch den Lerner unterstützen. Wenn dies gelingt lohnt sich das Führen eines ePortfolios aus meiner Sicht im Rahmen von universitären Lehrveranstaltungen (und nicht nur dort!).
Die ePortfolio-Software soll hierzu folgende Aufgaben erfüllen können:

  • speichern
  • versenden
  • veröffentlichen
  • ordnen und beschreiben
  • verknüpfen

von Artefakten. ((http://wiki.mosep.org/Mosep/?title=mosep:Module_1))
Die Funktion Inhalte des Portfolios versenden zu können finde ich nicht wichtig, mir reicht es, wenn Weiterlesen

Essay

Ich weiß gar nicht mehr genau wie ich darauf gekommen bin, kürzlich schwirrte mir ständig das Wort Essay durch den Kopf und ich musste unbedingt mal nachschauen was sich hinter dem Begriff genau verbirgt.
essayÜber die Form des Essays steht in der Wikipedia:

Die essayistische Methode ist eine experimentelle Art, sich dem Gegenstand der Überlegungen zu nähern und ihn aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Das Wichtigste ist jedoch nicht der Gegenstand der Überlegungen, sondern das Entwickeln der Gedanken vor den Augen des Lesers. ((Seite „Essay“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 27. September 2009, 14:59 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Essay&oldid=64970979 (Abgerufen: 13. Oktober 2009, 18:39 UTC) )), ((Photo: Final Final von styler* auf Flickr))

Die Beschreibung in der Wikipedia gefällt mir ganz gut. Etwas schöner ist es noch im Buch “Schreiben im Studium: mit Erfolg” ((Bünting, K.-D., Bitterlich, A., and Pospiech, U. (2006). Schreiben im Studium: mit Erfolg. Inkl. CDROM. Cornelsen Vlg Scriptor.)) auf S. 36 beschrieben, wie ich finde.

Der Essay (frz. essai, dt. “Versuch”) ist ein knapper, anspruchsvoller, bewusst subjektiver Text über ein bestimmtes Thema aus dem wissenschaftichen, politischen, philosophischen oder einem ähnlichen Bereich. Der Essay eignet sich für Themen, die Denkanstöße geben und somit Raum für eigene Überlegungen bieten. Ausgangspunkt kann ein Problem, eine These oder eine kontrovers diskutierte Fragestellung sein. Abhängig von der Aussageabsicht werden berichtende, kritisierende, ironisierende und meditative Essays unterschieden. ((Bünting, K.-D., Bitterlich, A., and Pospiech, U. (2006). Schreiben im Studium: mit Erfolg. Inkl. CDROM. Cornelsen Vlg Scriptor.))

Nachdem ich diese beiden Abschnitte gelesen hatte kamen mir zwei Gedanken in den Kopf.

  1. Ein Essay kann ein guter Einstieg in ein universitäres Seminar sein. Die Studierenden haben Gelegenheit sich aus ihrer eigenen Perspektive mit dem anstehenden Thema auseinander zu setzen und können sich so auf das Thema einstimmen. Sie sind so vorbereitet auf Diskussionen im Seminar.
  2. Viele Blogs sind zu erheblichen Teilen eine Ansammlung von Essays. Das finde ich ganz gut so. Wennman ein Blog als Sammlung eigener Essays versteht bekommt es meines Erachtens auch ein etwas anderes Image, als wenn man mit der alt hergebrachten Metapher vom Blog als “öffentliches Tagebuch” ausgeht.

Den 1. Punkt mit dem Essay als Einstieg in das Seminar werde ich im kommenden Semester mal ausprobieren. 3000-6000 Seiten Zeichen würde ich für die Essays ansetzen. “Abzugeben” wären diese vorzugsweise online, entweder öffentlich oder wenigstens für alle Seminarteilnehmer öffentlich. Hat jemand Erfahrungen mit Essays als Einstieg in ein Seminar? Wenn ja, welche?