Kategorie: Medien & Design

WordPress im Dienste der Bildung

Morgen werde ich beim Wordcamp in Berlin eine Session mit dem Titel “Einsatz von WordPress im Bildungsbereich” anbieten. Zum einen möchte ich der WordPress Community einen Eindruck davon vermitteln was mit WP im Bildungskontext so angestellt wird bzw. werden kann.

Was müsste WordPress für den Bildungsbereich noch bieten?

Gleichzeitig möchte ich gerne einige Fragen und Probleme kommunizieren die bisher den Einsatz ggf. etwas ausgebremst haben.
Besonders der Einsatz von WordPress als ePortfolio scheint mir noch nicht zu 100% gelöst. Stichworte Zugang zu Material auf Nutzerbasis, Zugriff auf Uploads.
Vielleicht habt ihr weitere Wünsche an die WordPress Community?
In diesem Zusammenhang sammle ich nun auch ein paar Links zu Schulen, Hochschulen und anderen Einsatzgebieten von WordPress im Bildungsbereich. Ein paar erste Gedanken und Hinweise habe ich in der folgenden MindMap gesammelt.
Hinweise gerne als Kommentar, per Twitter oder direkt in der weiter wachsenden MindMap.

WordPress im Bildungseinsatz

Hochschulen mit WordPress Installationen/Nutzung

  1. FU Berlin & Studierendenblogs
  2. Uni Bremen (z.B. Mitmachnetz)
  3. Uni Osnabrück (z.B. ZePrOs)
  4. Uni Halle (z.B. Politik.Wissenschaft.)
  5. Uni Hamburg (z.B. BASIS)
  6. Uni Zürich / ETH
  7. Uni Köln (z.B. MedienBildungsRaum)
  8. TU Braunschweig (z.B. wi²-Blog)
  9. Uni Augsburg (z.B. Seminarblog Konstruktivismus)
  10. Deutsche Universität für Weiterbildung
  11. Oncampus/FH Lübeck
  12. Universität der Bundeswehr München & Blogs der Professur für Lehren und Lernen mit Medien
  13. PH Weingarten (z.B. Seminar Medienrecht)
  14. TU Dresden (z.B. Baublog)
  15. Uni Kassel (z.B. Medienwerkstatt )
  16. Uni Graz (z.B. eLearning Blog)
  17. Uni Koblenz (z.B. Podcasting for Learning)
  18. Uni Frankfurt (z.B. Studium Digitale)
  19. Uni Bamberg (z.B. FoNK)
  20. TU Darmstadt (z.B. eLearning Center)
  21. FH Jena (z.B. Föbeltagung)
  22. Uni Bielefeld (z.B. Vorsicht Soap!)
  23. Uni Konstanz (z.B. AStA)
  24. TU Dortmund (z.B. AStA)
  25. Uni Regensburg
  26. Uni Potsdam (z.B. Grellblog)

Schulen mit WordPress Installationen

  1. Gymnasium Blomberg

Weitere WordPress Nutzer im Bildungsbereich (Volkshochschulen, andere Bildungsanbieter, … ?)

  1. Virtuelle Fachbibliothek Ibero-Amerika / Spanien / Portugal
  2. StaBi Uni Hamburg

Diese Liste ist vermutlich sicher unvollständig und soll weiter ergänzt werden!

Mögliche Forschungsprobleme im Kontext von Web 2.0

((Bildquelle: Social Media Week: Private in Social – Plattform- vs Nutzerverantwortung von Anna Lena Schiller))
Kürzlich habe ich gemeinsam mit Prof. Dichanz ein Seminar zum Thema Medienforschung für den Masterstudiengang “Medien & Bildung” an der Universität Rostock durchgeführt. Meine Aufgabe war vor allem Aspekte der Medienforschung im Bereich Web 2.0 zu thematisieren. In diesem Zusammenhang habe ich versucht mögliche Forschungsprobleme im Kontext von Web 2.0 zu skizzieren. Aus meiner Sicht sind dies vor allem folgende Punkte:

  • Schnelllebigkeit der Angebote
    Bsp.: Writeley oder Etherpad gibt es nicht mehr. Wurden von Google aufgekauft
  • Viele Anbieter von gleichen / ähnlichen Begriffen / mangelnde Schärfe von Begriffen
    Bsp.: Blog, Weblog in Abgrenzung zur Tumblr, Posterous und Microblogging/Mesoblogging.
  • Motivation der Studie (Wer ist Auftaggeber?)
    Bsp.: Norton Online Family Report 2010.
  • Mangelnde Kenntnisse der Beforschten
    Bsp.: Frage:”Können Sie sich eine sinnvolle Nutzung von Foursquare oder anderen location based services im Primarschulbereich vorstellen?” Meine These: Die Antwort lautet i.d.R. “Nein”

    Wichtig: Fragen so stellen, dass die “Beforschten” die Frage auch verstehen (können).

Auf welche Probleme seid ihr beim Beforschen von Web 2.0 Themen gestoßen? Welche Tipps könnt ihr weitergeben?

Da geht noch was …

Wohin geht die Reise?
Einfache Formen von augmented reality (AR) umgeben uns jetzt schon. So gibt es Programme für bestimmte Mobiltelefone die, so die Kamera an ist, zu anvisierten und per Software identifizierten Bauwerken die zugehörigen Informationen aus Wikipedia abruft – als ein vernetzter, globaler Stadtführer. In Kraftfahrzeugen werden die Fahrzeugdaten teilweise bereits in der Art eines Head Up Displays (HUD) auf/in die Windschutzscheibe gespiegelt, warum sollten nicht auch Hinweise zum umgebenden Verkehr eines Tages als visuelle Überlagerung eingeblendet werden? Im Gegensatz zum HUD sind bisher meist externe, bewusst abzurufende Displays erforderlich, aber erstere liefern bereits jetzt einen Eindruck davon, was eines Tages möglich und vielleicht selbstverständlich sein könnte.
Technische Medien stellen einen Mehrwert zur Realität dar, nehmen bisher aber nur eingeschränkt selbstständig Bezug zu realem Ort, Zeit und Kontext ihrer Nutzung. Ein Schild mit der Aufschrift »Fachbereich Erziehungswissenschaft« am Gebäude oder die Uhrzeit auf der Armbanduhr liefern zwar Informationen die unsere Realitätswahrnehmung erweitern, sind aber in ihrer Mobilität oder ihrem funktionalem Gehalt festgelegt. Im Gegensatz dazu können mobile und vernetzte digitale Geräte mit z. B. GPS, Bewegungssensoren oder Kamera und Bilderkennungssoftware Informationen zum Aufenthaltsort, zu anwesenden Personen, Objekten oder Prozessen liefern: Das Ergebnis wäre eine dynamische Erweiterung der Realität, so das Konzept der augmented reality (AR).
Denkbar wäre künftig z.B., dass ein Lehrer eines Tages beim ersten Betreten einer Schulklasse über AR-Kontaktlinsen die Namen und Kurzinformationen zum Dossier der Schüler ‹über› Ihnen erscheinen lassen kann.

Bei Exkursionen in den Wald können die Schüler sich Informationen aufrufen zu den Pflanzen und Tieren die sie gerade entdecken, bei Ausstellungsbesuchen die zu Exponaten. Diese Informationen werden einfach in das Sichtfeld der jeweiligen Person eingeblendet und stellen ergänzende Informationen zur Verfügung.
Und in Klausuren oder bei Lehrerfragen hätten die Schüler die Möglichkeit … wozu? Was unterscheidet die Prüfungssituation vom Alltag in einer AR-Welt, was rechtfertigt die Nutzung von Wörterbüchern und Taschenrechner, aber nicht von Wikipedia oder Mustererkennungssoftware?
Welchen Einfluss wird es auf Bildungsprozesse haben, wenn Lernende und Lehrende stets auf Zusatzinformationen zugreifen können, ohne dass dies von außen sichtbar ist – nicht nur während der Schulzeit, sondern ein Leben lang? Wäre Unterricht in seiner klassischen Form noch denkbar, wenn Fragen des Lehrers oder Prüfungsaufgaben automatisch ausgewertet und die Lösung in das Sichtfeld des Schülers eingeblendet werden könnte? Wie würden sich Lehren und Lernen insgesamt verändern, wenn die Vermittlung von Sachinhalten zunehmend an Bedeutung verliert? Verschärft AR das Problem der nötigen Selektionsfähigkeit in einer medial bereits überladenen Welt? Und wie müsste AR gestaltet sein um Lehren, Lernen und Leben an einer Universität zu unterstützen?

Schreiben Sie Ihre Gedanken als Kommentar zu unserem Blogbeitrag zu augmented reality in dem wir auch einige Beispielvideos veröffentlicht haben. Den Blogeintrag finden Sie unter: http://u.lioci.com/eduar
In jedem Fall wünschen wir Ihnen ein angenehmes Semester, unabhängig davon wie sehr sie ihre Realität schon erweitert haben.
Für das Team vom Medienzentrum,
Ralf Appelt & Wey-Han Tan

Bildquellen:
“Ein Schiff wird kommen” von Sebastian Ploenges
Film true fiction www.truefiction-derfilm.de

Download: KVV Medien&Bildung für das Sommersemester 2010 (*.pdf ca. 20mb)

Dieser Artikel ist an der Fakultät EPB der Universität Hamburg im KVV Medien&Bildung zum Sommersemester 2010 erschienen.

Web 2.0: Compact Definition

Immer wieder suche ich nach Definitionen. Ich bin sicher auch diese schon einmal verwendet zu haben. Vielleicht kann sie noch mal jemand brauchen!? Hier also die Definition des Web2.0 von Tim O’Reilly himself. Wer es etwas ausführlicher mag liest sich folgenden Artikel durch.
What Is Web 2.0 – Design Patterns and Business Models for the Next Generation of Software

Web 2.0 is the network as platform, spanning all connected devices; Web 2.0 applications are those that make the most of the intrinsic advantages of that platform: delivering software as a continually-updated service that gets better the more people use it, consuming and remixing data from multiple sources, including individual users, while providing their own data and services in a form that allows remixing by others, creating network effects through an “architecture of participation,” and going beyond the page metaphor of Web 1.0 to deliver rich user experiences. ((http://radar.oreilly.com/2005/10/web-20-compact-definition.html))

“Social Media im Unterricht” scheint die (klassischen) Medien zu interessieren

Kürzlich habe ich im Zusammenhang mit einem Interview bei DRadio Kultur einen Blogbeitrag zum Thema “social Media im Unterricht” geschrieben. Mittlerweile gab es ein zweites Radiointerview. Die Sendung Trackback (Nr. 172) des Berliner Radiosenders Fritz war auf das Thema aufmerksam geworden und hatte zunächst den Verdacht, dass social Media und Unterricht/Bildung nicht zueinander passen.
(( Bildquelle: Radio Ian Hayhurst ))

Themen und Fragen

Ich finde es interessant welche Annahmen bzgl. des Einsatzes von Computern, Internet & social Media im Bildungsbereich offensichtlich vorherrschen. Die Professoren sind gegen die Nutzung des Internets im Seminar, die Studierenden kennen sich besser mit den aktuellen Medien aus, …) Ausserdem scheint mehrfach davon ausgegangen zu werden das facebook eine Rolle im Unterricht spielen könnte. Ich bin wahrlich kein großer Fan von facebook, aber selbst nach etwas überlegen will sich für mich kein sinnvoller Nutzen von facebook im Unterricht ergeben. Habe ich da was übersehen? Ein Aspekt der in den Interviews bisher nicht zur Geltung kam sind meines Erachtens die vielen Optionen die sich durch den Einsatz von social Media im Bildungsbereich ergeben. Besonders die Öffnung des “Klassenzimmers” zur Interaktion mit dem was “da draussen” ist finde ich spannend. Ebenso interessant scheint mir der Einsatz von social Media in Bildungsprozessen ausserhalb der klassischen Bildungsinstitutionen.

Wo sind die Praxisanwendungen?

Tatsächlich scheint es nicht ganz einfach deutschsprachige Pädagogen zu finden die ihre Erfahrungen mit social Media im Seminar/im Unterricht öffentlich dokumentieren. Gleichzeitig sind mir einige Personen bekannt die dies tun. Aus verständlichen Gründen findet die eigentliche Arbeit teilweise auf recht abgeschotteten Systemen statt. Auch dies erschwert die Recherchen ein wenig. Vielleicht könnt ihr mir ein wenig beim sammeln helfen!?

Interview anhören

Wer möchte kann sich den Ausschnitt aus der Sendung mit dem Interview noch einmal anhören oder die gesamte Sendung anhören.

Update:

Zeitungsartikel

Alle Rechte bei Johannes Arlt / www.johannesarlt.comGemeinsam mit Daniel Röhe wurde ich in der vergangenen Woche von einem Journalisten der Welt am Sonntag interviewt. Hieraus entstand ein Artikel der am 28.03.2010 unter dem Titel “Das virtuelle Klassenzimmer” erschienen ist. (( Alle Rechte für das Bild in der Schule liegen bei Johannes Arlt / www.johannesarlt.com ))
Die im Artikel erwähnte Aussage

“Twittern ist wie ein virtuelles Großraumbüro”

stammt übrigens ursprünglich von meiner Kollegin Christina Schwalbe.

Social Media im Unterricht

((Bildquelle Matt Hamm))

“Bildungsmesse «didacta 2010» beginnt am Dienstag in Köln” so lautet die Schlagzeile einer Mitteilung der Nachrichtenagentur ddp. Im weiteren wird auch etwas zur Inhaltlichen Gestaltung der Messe gesagt. Unter anderem heißt es:

Diverse Modellprojekte zeigen überdies, wie auch soziale Netzwerke wie Twitter, Facebook oder StudiVZ sinnvoll in den Unterricht eingebunden werden können. ((Bildungsmesse «didacta 2010» beginnt am Dienstag in Köln))

Deutschland Radio Kultur ist über diese Aussage gestolpert und konnte im Kontext der didacta 2010 zunächst keine Projekte ausfindig machen die bereits jetzt Twitter, Facebook, StudiVZ o.ä. sinnvoll in Unterricht einbinden. DRadio hat über Twitter nach Interviewpartnern gesucht, die mit diesen Angeboten bereits erste praktische Erfahrungen im Utnerrichtsgeschehen gesammelt haben.

Den Nutzen von Blogs und Twitter habe ich bereits mehrfach in Seminaren ausprobiert. Zuletzt auch Google Wave. Die Erfahrungen waren, je nach Tool, sehr unterschiedlich. Facebook und StudiVZ haben bisher nicht den Weg in meine Lehrveranstaltungen gefunden.

Dank @lisarosa habe ich nun für morgen früh ein Mini-Interview mit DRadio und vorab wollte ich meine Gedanken zu diesem Thema kurz notieren

Vorgehen

Zunächst möchte ich ein paar grundsätzliche Überlegungen zum Einsatz von social Media Elementen in Seminare / Unterricht anstellen und dann meine Erfahrungen mit den zuvor benannten Werkzeugen schildern. Abschliessend werde ich meine Pläne für die weitere Nutzung Resümieren. Weiterlesen

Twitter in der Lehramtsausbildung

Gestern habe ich wieder einmal einen Workshop für Referendare für das Referat Medienpädagogik am Landesinstitut für Lehrerbildung angeboten.
Im Rahmen des Seminars haben wir uns unter anderem auch mit Twitter beschäftigt. Ich wollte den Teilnehmern zeigen, dass die Follower die man bei Twitter hat hilfreich sein können wenn man Antworten zu bestimmten Fragen oder einfach Inspiration sucht.
Per Twitter fragte ich

Antworten auf Twitter

Einige Reaktionen gab es innerhalb kürzester Zeit:

Als erster reagierte @andi1984 der meine Frage “ge-retweetet” (also wiederholt) hat und somit auch Seine Follower um Antwort gebeten hat.

Nachfolgend werde ich die Antworten weiterer Twitternutzer auflisten. Weiterlesen

Einsatzpotenziale von (Micro-)Blogging in der Weiterbildung

“Einsatzpotenziale von (Micro-)Blogging in der Weiterbildung” lautet der Titel meines ersten Buchbeitrages. Erschienen ist der Beitrag in

Zunächst gibt der Artikel eine kurze Einführung in die verschiedenen Formen von Blogs und ihre Funktionen. Anschliessend werden grundsätzliche Nutzungsarten von Blogs in formellen und informellen Lernszenarien aufgezeigt. Abschliessend werden noch einige Beispiele benannt wie Bildungsanbieter (Organisationen und Lehrende) aber auch Lernende Blogs zur Unterstützung von Bildungsprozessen einsetzen können. Weiterlesen

Phonebook 2.0

3189371381_d5d0b9809d_b
Die Idee Bücher mit dem iPhone zu kombinieren ist nicht besonders neu.((Bildquelle erin_m bei flickr)) So gibt es bereits seit längerem Überlegungen iPhones in Bücher einzubauen und anders herum auch Bücher in iPhones anzubieten. 1,2,3
Über die Seite create or die bin ich nun auf eine Integration gestolpert die über das einfache Überführen in ein integriertes Format hinaus geht.
Auf der japanischen Seite mobileart wird eine ganz andere Art des Phonebook vorgestellt. Hier macht die Integration Sinn, weil es eine inhaltliche Verknüpfung von Phone und Book gibt.
Ich würde zwar nicht so weit gehen wie Weiterlesen